Drohnenaufnahme der Kirche St. Clara Dortmund-Hörde© Besim Mazhiqi

Willkommen in St. Clara Dortmund-Hörde, der katholischen Kirche am Phoenixsee!

Wir begrüßen Sie herzlich auf der Homepage der katholischen Kirchengemeinde St. Clara Dortmund-Hörde.

Impuls der Woche

1. Advent

 

Der Prophet Jesaja sieht in einer Vision, wie die neue Welt Gottes aussehen wird:

„Dann werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden
und ihre Lanzen zu Winzermessern.
Sie erheben nicht das Schwert, Nation gegen Nation,
und sie erlernen nicht mehr den Krieg.
Haus Jakob, auf, wir wollen gehen im Licht des HERRN.“ (Jes 2,4–5)

Ja! Wann soll das geschehen? Bitte bald! Eine solche prophetische Verheißung geht mir in diesem Jahr besonders nah. Ja, Frieden! Das wäre was. Aber „dann“ – wann soll das sein? Da bleibt die Vision ihrem Genre gemäß höchst unscharf: „Am Ende der Tage wird es geschehen.“ Tja, eine ziemlich ferne Verheißung.

Samuel Harfst hat sich von dieser Vision Jesajas zu einem Lied inspirieren lassen: „Auch wenn ich der letzte Träumer wär‘, die Hoffnung geb‘ ich nie mehr her: Lasst Musik erklingen!“ (Der QR-Code führt direkt zum Lied.)

Musik hat eine besondere Eigenart. Sie ist nur in dem Moment, in dem sie erklingt. Sie lässt sich kaum aus dem Moment herauslösen. Sie ist hörbares Ereignis. Und daher ist sie für mich eines der schönsten Bilder für diese Hoffnung, die Jesaja beschreibt: „Am Ende der Tage“ nicht als unerreichbar ferne Zukunft, sondern als Moment, in dem Gestern und Morgen und alle Zeit nicht zählen, weil das, worauf es ankommt, sich nur jetzt ereignen kann.

Die letzten Wochen des Jahres sind im Kirchenjahr die ersten: Am Ende des Jahres steht ein Beginn, eine Fastenzeit, eine Erwartungszeit. In dieser Zeit erwarten wir, was wir nicht kommen sehen können. Wir erhoffen die Möglichkeit des Unmöglichen. Gott wird Mensch – lassen die Bedingungen unserer Welt das zu? Frieden verspricht dieses göttliche Kind – ist das nicht geradezu naiv zu glauben? Eine neue Zeit soll mit ihm anbrechen – haben wir nicht schon zu oft vergebens gewartet?

Der einzige Modus, der das aushält, ohne daran zu verzweifeln oder verrückt zu werden, ist der der Hoffnung. Und ich meine nicht eine Hoffnung, die sich zu tatenlosem Warten verurteilt sieht, sondern eine Hoffnung, die die Erwartung wachhält: vertrauend auf das Ereignis, in dem Gott sich zeigt: im Ereignis des Unbedingten, Unmöglichen, Unerwarteten. Lasst Musik erklingen!

Ich wünsche Ihnen eine „ereignisreiche“ Adventszeit.

Ihre Mirjam Gödeke, Pastoralassistentin

Bitte beachten Sie die geänderten Gottesdienst-Orte ab dem 1. Advent.
Die Vorabendmesse feiern wir in Herz Jesu,
die 10-Uhr-Messe am Sonntag ist in St. Kaiser Heinrich.

 

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